Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Nachdem Sabina, wie geſagt, einen Augenblick Pauſe gemacht hatte, griff ſie das Werk aufs Neue an. Brita's andre Wange bekam bald durch die emfige Bearbeitung eine noch blühendere Farbe, als die zuerſt berückſichtigte. Endlich war die Exekution vorüber und Sabina ſagte mit der lieblichſten und freundlichſten Stimme:Mein Kind, wie haſt Du Dich nur ſo ſchlecht aufführen können? Die Schüſſel koſtet ſammt dem Deckel drei Thaler. Es thut mir leid, daß ich Dir ſo viel an Deinem Lohn abziehen muß, aber es iſt zu Deinem eigenen Beſten; wenn ich Dir dieß ſo hingehen ließe, ſo wäͤrſt Du im Stande, Alles in der Küche kurz und klein zu ſchlagen. Lies jetzt die Scherben zuſammen, die Brau⸗ hausmagd kann ſie wieder kitten und die Sache ſoll vergeſſen ſeyn; für Werktag iſt ſie dann noch gut ge⸗ nug. Damit ging Sabina wieder auf ihre Kammer, nahm den unterbrochenen Triller wieder auf und ſang mit heller Stimme weiter.

Das iſt ja ein wahrer Satan! ſagte der Kam⸗ merer leiſe und holte ganz erſchrocken tief Athem.Mit einer ſolchen Frau, fuhr er in Gedanken fort,wär es gar keine Unmöglichkeit, daß ich an einem ſchönen Tage.. ein Mal... gar ſelbſt..... hu, das iſt ein Stück von einem Weib! Und nun fingt ſie wieder wacker drauf los ſchöne Froͤmmigkeit, da gebe ich keinen Pfennig dafür! Daß die Dirne den Schaden erſetzen muß, iſt ganz in der Ordnung und den Brauch will ich in meinem Hauſe gleichfalls einführen; aber damit ſollte es auch abgemacht ſeyn, denn bezahlen und Ohrfeigen dazu nein, nein, das iſt offenbar zu viel, man ſtreicht Niemanden mit doppelten Ruthen! Es war merkwürdig, Sabina ſah akkurat wie eine Hexe aus, als ſie das Mädchen am Kragen hatte. Potz Wetter! wenn ſie ein Mal ſo über mich dar käme....

In dieſen düſtern Betrachtungen wurde der Kam⸗ merer durch Wagengeraſſel unterbrochen. Unmittelbar