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faner Hand nach der vor Olimszeiten ganz hübſch gewe⸗ ſenen Theebüchſe. Sanft abwehrend legte Sabine ihre dürren Finger auf die ſeinigen. Die Theebüchſe war in Gefahr den Deckel zu verlieren und umzufallen, was Bahine am meiſten fürchtete, denn es war Nichts mehr darin.
„Der ſtarke Thee iſt Ihnen nicht geſund, Herr Ma⸗ giſter!“ lächelte ſie und ſetzte ſich glücklich in Beſitz der Büchſe.,„Befehlen ſie ihn vielleicht ſtärker, Herr Kam⸗ merer?
„Danke gehorſamſt, er iſt mehr als hinreichend ſtark, er iſt gerade recht; ich trinke immer lieber Waſſer mit Zucker und Milch.“
„Hören Sie, Herr Magiſter?“ Sabinens Tauben⸗ augen ſandten dem Kammerer einen dankbaren Blick zu; da ſich dieſer aber bereits wieder umgewendet hatte, traf er ihn leider nur auf den Rücken.
„Allerdings hoͤre ich— es war ſehr unvorſichtig von Sabine, an den Magiſter zu appeliren—„und zwar, daß ihn der Herr Kammerer gleich mir für eitel Waſſer deklarirt. Aber freilich, Frau Ternſtroͤm iſt nicht da und es wäre Unrecht, wenn man verlangen wollte, daß Mam⸗ ſell Sabine auf etwas ſo Unbedeutendes, wie mein Ge⸗ ſchmack, Rückſicht nehmen ſollte.“ 3
Die Locken auf Sabinens Wangen wogten unruhig auf und nieder, ſonſt verſpürte man keine weitere Bewe⸗ gung. Nach einer Weille ſchenkte ſie abermals ein; offenbar um ſie zu ärgern, denn der ſogenannte Thee war in der That wieder eben ſo waſſerhell wie der vo⸗ rige, warf der Magiſter Zucker hinein, goß Milch hinzu, koſtete überflächlich davon, ſchob dann die Taſſe weg, ging hinaus und erklärte, er müſſe gehorſamſt um Verzeihung bitten, aber es ſey ihm unmöglich, auch nur einen Tropfen hinunterzubringen.
Als Magiſter Bagge zur Thüre draußen war, ſo ſtog ein Zug von Bitterkeit, faſt Bosheit über Sabinens


