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aus, bleich wie der Tod,„umhalten laſſen! Nimmer⸗ mehr,— lieber Hungers Sterben!“
„Das ſteht Dir frei, wenn es Dir beſſer gefällt,“ erwiederte der Vormund in größter Ruhe.„Sollteſt Du Dich indeſſen doch noch entſchließen am Leben zu bleiben, ſo fängſt Du Deine Woche nächſten Montag bei dem Rathsmann Bilgers an, am Dienſtag ißt Du bei Tiſch⸗
ler H... Mittwoch bei Profeſſor Kulberg, Donnerſtag
bei dem Herrn Bürgermeiſter, Freitag bei Hutmacher Colvin, Sonnabend— ja, warte— ja, in der Dom⸗ probſtei— und Sonntag bei uns.“
Wetterquiſt ſtand wie vernichtet.
„Beſinn Dich darüber!“ ſagte der Vormund.„Du haſt noch fünf Tage, ehe es anfängt. Ich habe bereits mit Frau Hungquiſt geſprochen und ihr geſagt daß ſie ſpäter keinen Kreuzer für Eſſen auf Deine Rechnung zu erwarten hat.“
Wetterquiſt ging nach Hauſe, mit dem feſten Vor⸗ ſatz, lieber allen Schrecken des Hungers und der Entbeh⸗ rung zu trotzen, als ſich einem ſolchen Schimpf auszu⸗ ſetzen— umgehalten zu werden. Als der Sonntag kam, dieß war der Tag, an welchem er bei ſeinem Vormund eſſen ſollte— kaufte er ſich eine Portion Eſſen im
Wirthshauſe und ging den ganzen Tag nicht aus ſeiner
Stube, wo er ſich in dem Entſchluß beſtärkte, dem dop⸗ pelten Mißgeſchick— ſeinem Vormund und dem Hunger Trotz zu bieten. Am Montage lebte er von einem alten Komödienbuche, welches er ſo glücklich geweſen war Morgens an einen Schulkameraden zu verkaufen. Als er aber am Dienſtag abermals einen Handel eröffnen wollte, erfuhr er zu ſeinem großen Leidweſen, daß es ſich durchaus nicht ſchicken wollte, entweder weil ſeine Kameraden den Anlaß benutzten, ſich an ihm zu reiben
und ihn in der Klemme ſtecken zu laſſen, oder weil ſie⸗ vielleicht durch den aufmerkſamen Vormund gewarnt waren, mit ſeinem Mündel keinen Handel einzugehen.
Für den Dienſtag, wo er ſich eigentlich bei dem Tiſchler
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