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im Geringſten ihren teufliſchen Triumph verbarg.„Der Herr, dem das Bild gehört, hat es eben erſt hergebracht. Er ſteht dahinten und unterhält ſich damit, meine alten Kleider zu muſtern! Wenn es Ihnen gefällig iſt, mein Fräulein—“
„Ich komme morgen wieder,“ erwiederte das Fräu⸗ lein eilig, und ehe Frau Norman ausſprechen konnte, war die junge Dame mit einem flüchtigen Gruß ver⸗ ſchwunden.
Es war klar, daß das Fräulein, der Richtung von Frau Normans Augen folgend, die unter dem blauen Bombafinkleide hervorguckenden Stiefel erblickt und die ebenſo unerwartete als verdrießliche Entdeckung ſie in die Flucht gejagt hatte.
Nun konnte unſer Notarius doch wieder frel ath⸗ men.„Welch ein Engel von Barmherzigkeit und Zart⸗ gefühl,“— dachte er von dem Fräulein—„und was für ein Hexenpack von Trödlervolk,“— damit meinte er die Frau Norman.
„Na, ſo kommen Sie endlich hervor,“ ſagte die Letztere mit übermüthigem Lächeln.„Für diesmal haben Sie genug ausgeſtanden. Laſſen Sie es ſich einen Denk⸗ zettel für künftig ſeyn. So einer will den Vornehmen ſpielen!— Was ſoll das Bild koſten?“
„Ich werde den Preis auf einen Zettel ſchreiben und dieſen heute Abend herſchicken.“ Dieſe Worte ſtieß Wetterquiſt aus und ſprang zugleich mit zwei Säͤtzen aus der Bude auf die Straße, wo er das heilige Ge⸗ lübde that, nie mehr, möge auch kommen was da wolle, einen Fuß in dieſes Fegfeuer zu ſetzen, welchem er ſo eben mit ſo vieler Mühe entgangen war.
Der aufgeregte junge Mann rannte mehr als er ging, bis er den engſten und ärmlichſten Theil der deut⸗ ſchen Kirchſtraße erreichte, wo er in einem kleinen Dach⸗ kaͤmmerchen, viele Treppen hoch, ſeine Wohnung hatte. Schon ſah er ſeine anſpruchsloſe Freiſtätte von ferne, dachte ſchon mit einem gewiſſen natürlichen Entzücken an


