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iſt ja ganz neu! Wie ſind Sie dazu gekommen, Frau Norman?“
„Ach,“ antwortete die Trödlerin mit geheimniß⸗ vollem Blick und noch geheimnißvollerem Lächeln,„das 8 ganz luſtige Geſchichte, wahrhaftig in Gott, ganz 5 1**
„O, wenn ich dem Satan nur den Hals umdrehen koͤnnte!“ ächzte der Norarlus und biß in die von der Luft hin und her bewegten Kleider, um ſie im Zaum zu halten.„Sie iſt im Stande und zeigt mit dem Finger auf mich, das.... das....“
Er fand kein Wort dafür in ſeiner Angſt, machte ſich aber die lebhafteſten Vorwürfe, daß er ſeinem ge⸗ wöhnlichen unſeligen Hochmuth nachgeben und eine ſolche Bekanntſchaft gegen ſich aufbringen konnte. Er that nämlich einen theuern Schwur, wenn und wo er Frau Norman wieder treffen würde, und ſollte es ſelbſt in Norrbro ſeyn, möchte er auch in einer Geſellſchaft ſeyn, in welcher er wolle, ſo werde er ſie gewiß und wahr⸗ haftig auf das freundllchſte grüßen.
„So, es hängt alſo eine Geſchichte damit zuſam⸗ men?“ fuhr das Fräulein fort und warf ihre Augen auf die Hofmeiſterin. Dieſe ergriff aber mit weit mehr Zart⸗ gefühl, als ſich erwarten ließ, ſchnell das Wort:„Es gibt gar Manches in einer Trödelbude, mein gnädiges Fräulein, von dem ſich ganz eigene Geſchichten erzählen ließen. Niemand trennt ſich gerne von ſeinem Eigen⸗ thum und Armuth iſt keine Schande!“
„Aber Hochmuth und Armuth, das paßt ſich gerade zuſammen,“ fiel Frau Norman dazwiſchen,„wie, mit Reſpekt zu melden, ein güldenes Halsband zu einer...“
„Was ſoll das Bild koſten?“ unterbrach ſie das Fräulein.„Wenn es nicht zu theuer iſt, moͤchte ich es wohl kaufen; denn es iſt offenbar zu gut um hier hän⸗
gen zu bleiben.“
„Den nächſten Preis können wir ſogleich erfahren,“ verſetzte Frau Norman, mit einer Stimme, welche nicht


