Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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der Tage, welche er abweſend war) in einem der obſcur⸗ ſten Wirthshäuſer einnahm.

Wenn er Abends nicht bei einem guten Freunde, ließ er ſich ein Quart Milch und ein Weißbrod holen. Das Frühſtück wurde ſtets zu Hauſe eingenommen.

Bei dieſer anhaltenden vortrefflichen Diät befand ſich unſer Kammerer äußerſt wohl und geſund, und konnte ſich nicht erinnern jemals krank geweſen zu ſeyn, außer als Kind, wo er die Blattern gehabt hatte, ein Umſtand, an welchen ihn ſein Spiegel zuweilen erin⸗ nerte. Zu der Zeit, um welche wir unſere Leſer mit unſerm Kammerer bekannt gemacht haben, wohnte er bereits zehen Jahre an der Ecke von Meiſter Samuels Quergäßchen und der Königinſtraße; ſeine Wohnung be⸗ ſtand aus einem Zimmer, welches durch einen Schirm in Schlafkammer und Beſuchſalon nebſt einer Art von Gar⸗ derobe oder Winkel, abgetheilt war der Kammerer empfing viele Leute, deſſen Bekanntſchaft wir alsbald ma⸗ chen werden.

Zu dieſer lieblichen Freiſtätte vor der Eitelkeit und Vergänglichkeit der Welt begaben wir uns nun am Mor⸗ gen nach der Heſſinger Partie, und trafen den Kammerer noch im Bette. In den Beſuchſalon oder das Vorzim⸗ mer, wo man zuerſt eintritt, ſcheint die Sonne durch ein Loch in der verblichenen Rollgardine. Es ſſt ein recht bedauerlicher Anblick, wie ihre lieblichen Strahlen gleich⸗ ſam zum Scherz die hektiſchen Roſen küſſen, welche in ſchwarzen Rahmen auf der ſchwindſüchtigen graugelben Tapete hängen. Außer benannten Roſea aber, welche von dem Kammerer in ſeiner Jugend gemalt waren, wo der Pinſel und die Botanik ſeine Hauptliebhaberei waren, prangt die Wand noch mit einem Spiegel zwiſchen beiden Fenſtern und einigen Porträten, ſaͤmmtlich mit verſchoſſe⸗ nem Flor überzogen.

Die Möbel haben offenbar einen Anſtrich von dem Odem des Eigenthümers; ſie machen gleichſam einen Theil ſeiner ſelbſt aus: die perſonifizirte Oekonomie