Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Allerdings, rief ſie vergnügt aus,ſo eine gewiſſe nongscholungs, das iſt recht hübſch geſagt, ganz hübſch, vollkommen den Nagel auf den Kopf getroffen ich

Kaaube, es iſt jetzt ſo Mode. Lucie hat wohl ſonſt ſo

guten Ton als irgend Jemand, ſollte ich meinen! Sie hat aber auch eine Erziehung genoſſen, die mich ein ſchönes Stück Geld koſtete!

Die Hofmeiſterin, welcher von der Zeit her, da fie, ihren eigenen Worten zu Folge, in dergroßen Welt gelebt hatte, das heißt mit andern Worten, von der Zeit her, welche ſie auf verſchiedenen Herrenſitzen, welche vor⸗ nehmen Fräulein gehörten, im Dienſte zubrachte eine gewiſſe Bildung anklebte, war nicht im Stande, gegen ihr Gewiſſen, Luciens Partei auf Koſten des guten Tones zu nehmen. Sie ſagte deßhalb ihrer Schweſter gute Nacht und überließ es derſelben, in der Einſamkeit üͤber die kitzliche Frage nachzugrübeln, ob Luciens launen⸗ volles und nachläſſiges Benehmen gegen ihre Mutter und Andere ſeinen Grund in einem Mangel ihrer Erziehung habe, oder ob ſolches nicht vielmehr zu einem gebildeten und vornehmen Ton gehöre.

Frau Norman gab ſich auch wirklich alle Mühe, über dieſen ſtreitigen Punkt ins Reine zu kommen und hatte ſchon unterſchiedliche ſinnreiche Schlüſſe für und wider gezogen, als ſie zu ihrem eigenen, hauptſächlich aber Liſa's Unglück, verhindert wurde, zu einem klaren Reſultat in der Sache zu kommen. Ein halbes Dutzend unüberzogene Seſſel, welche ihr in den Weg in ihre Schlaf⸗ kammer verſperrten, erinnerte ſie auf höchſt natürliche Weiſe an die Menge verſchiedener Geſchäfte, welche ihrer in der kommenden Woche warteten. Darunter ſtand oben an eine große Auktion, bei welcher ſie thwendig zu⸗ gegen ſeyn mußte, und wobei ſie zum Aerger aller Mit⸗ ſteigerer mehr als irgend ein Anderer auf einen altmo⸗

diſchen Chiffonier zu bieten im Sinne hatte, von dem