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der Kammerer kurz; allein es ſchien als ob mit dem Rauch aus der Pfeife auch ein kleiner Seufzer ſich Luft gemacht hätte.
„Wohin zu ging denn die Reiſe, Herr Vetter, wenn ich ſo naſeweiß ſeyn darf, mich zu erkundigen,“ fragte
Frau Fogelquiſt.
„Nach Oſten.“
„So? alſo wohl nach Oſtgothlan d,“ meinte Frau Norman, vergnügt, wenigſtens ſoviel herausgebracht zu haben!„Die Hofmeiſterin da iſt wie Sie wiſſen, ein Mal auf einem gräflichen Herrenſitz in Oſtgothland an⸗ geſtellt geweſen. Waren Sie vielleicht in jener Gegend, Herr Vetter?“
„Die Schnecken und Fliegen ſind heute gar ſo zu⸗ dringlich,“ ſagte der Kammerer und ſchwenkte ſein Ta⸗ ſchentuch über der Kaffeetaſſe, die er übrigens ſchon ge⸗ leert hatte.„Haſt Du ſchon einen Spaziergang hier in der Nähe gemacht, Liſa, ſonſt moͤchte ich Dir wohl einen vorſchlagen.“ Der Kammerer ſtand auf und ging mit Liſa und Will, welcher, wie ſich von ſelbſt verſteht, nicht zurückblieb, an mehrere Punkte des Sees, wo er mit lebhaften Handbewegungen ihnen gewiſſe Lieblingsſtellen zeigte, die ſich aus dem einen oder andern Grund ſeinem Gedächtniß beſonders eingeprägt hatten. Liſa hörte zwar zu, ſchien aber nicht außerordentlich dabei intereſſirt zu ſeyn, wenn man der alten Behauptung glauben darf, daß Gähnen Langeweile bedeutet. Auf dieſe Rechnung ſchreiben wir auch ihre liebenswürdige Aufmerkſamkeit, womit ſie den alten Herrn erinnerte, daß die Flaſchen auf ſie warteten.
Den Reſt des Abends, von welchem übrigens nichts Beſonderes weiter zu berichten iſt, herrſchte, mit Aus⸗ nahme einiger Mißlaunigkeit von Seiten der ſchoͤnen Liſa, die ſchönſte Eintracht in der Geſellſchaft. Beim Glaſe wurde der Kammerer allezeit geſprächig, doch nie weiter als bis auf einen gewiſſen Grad; und ſo fein es auch Frau Norman und die Hofmeiſterin anlegten, waren


