Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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einen Papageiſchnabel hängen und ein paar Herrenllippen, welche mit zuckerſüßen Worten Dir Gift in die Adern gießen! Du biſt ſehr frech, Liſa, ſehr unverſchämt.

Frau Norman, welche mit Kaffeekochen beſchäftigt war, gab Lucien einen Wink nach dem andern, ſie möge doch den Kammerer nicht erzürnen, aber vergeblich. Lucke war ſchlechter Laune und durchaus nicht gemeint ſich irgend Zwang anzuthun.

Inzwiſchen hatte die Hofmeiſterin die Körbe ausge⸗ packt, ein ſchneeweißes Tuch über den Grasboden gebreitet und alle Herrlichkeiten darauf geſtellt.

Der Kammerer, welcher in der That, was ſeine eigene Perſönlichkeit betraf, ſehr haushälteriſch war, that ſich bei Anderen gerne Etwas zu Gute, und da ſich nun alle die zutraulich winkenden Taſſen, Gläſer, Flaſchen u. ſ. w. vor ſeinen Augen entwickelten, ebneten ſich auch die Falten auf ſeiner Stirne und ſchon nach der erſten Taſſe Kaffee, welche ihm Liſa doch nach einigem Beſinnen ſelbſt zu präſentiren für nöthig fand, war er wieder völlig verſöhnt, klopfte ſie ſanft mit der Hand auf die Wangen und wünſchte, ſie möchte immer ſo ſeyn, wie ſie ſich zu Anfang der Fahrt gezeigt habe.

Der Herr Vetter iſt dieſes Frühjahr zeitig von ſei⸗ ner Reiſe wieder nach Hauſe gekommen; ſagte jetzt Frau Norman, welche ſich als Mutter ſowie als Wirthin für gleich verbunden anſah, dem Geſpräch eine andere Wendung zu geben, ſelbſt wenn ſie auch nicht wat aber in Wahrheit der Fall war die ganze Luſtfahrt einzig in der Abſicht angeſtellt gehabt hätte, um aus den Kammerer herauszulocken, was es mit ſeiner Reiſe, oder vielmehr mit ſeinen Reiſen eigentlich für eine Bewandtniſ habe. Denn jedes Jahr pflegte der Kammerer zu An⸗ fang des Sommers, bisweilen ſchon zeitig im Frühling eine Reiſe vorzunehmen, ohne daß es bis jetzt noch einet von den drei Schweſtern gelungen war, das Mindeſte darüber herauszubringen, was der Vetter damit bezweckte

Ja, ich bin bald wieder heimgekommen, erwiederte