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Allein wir ſchweigen von ihren verſchiedenen Speku⸗ lationen in Bezug auf alle die muntern jungen Herren, welche in der Regel, wie der Kammerer berichtete, bei dieſer Gelegenheit zu einer kleinen Luſtbarkeit im Grünen geladen wurden. Nur die rauchenden Feuerbrände ſah man noch da liegen,„ſo maleriſch“ nach Frau Normans Gefühlsäußerung„wie Nachtfeuer von Räubern,“ aber doch„trefflich um den Kaffee dabei zu kochen,“ wie die Hofmeiſterin proſaiſcher ſich auszudrücken beliebte. Der Platz war inzwiſchen nach der Meinung Aller zu hübſch und die Ausſicht über den Mälar, ſo wie ein Blick auf Gröndal, ſtimmte Muhme Neta, welche in früherer Zeit manches Abentheuer da erlebt hatte, ſo poetiſch, daß ſie, faſt mit Thränen, ausrief:„Herr Gott, wer noch ein Mal jung wäre!“
„Denk' nicht an den ferndigen Schnee, Baſe!“ ſagte der Kammerer ruhig.„Ulla Wieblad und der große Mann, welcher ſie beſungen hat, ruhen auch ſchon längſt im Grabe. Das Leben iſt veränderlich: heute iſt nicht wie geſtern, und morgen nicht wie übermorgen. Heſſin⸗ gen, die kleine Inſel da, wo wir ſind, ſah auch einſt ein andres Leben; hier hat Bellman geſungen und die ganze Gegend ſchallte wieder von ſeinen Liedern und Ulla Wieb⸗ lad's verführeriſchem Gezwitſcher. Nun iſt Alles todt! Allein, wie geſagt, das Leben iſt veränderlich!“
„Der Oheim verbeißt ſich ganz, wenn er auf das beliebte Kapitel von Ulla Wieblad kommt!“ bemerkte Lu⸗ eie, warf ſich auf den Mantel, den Will auf den Boden gebreitet hatte und ſpielte mit ihrem kleinen Fuße im Gras.„Als wenn es jetzt nicht auch noch hübſche Mäd⸗ chen in Stockholm gäbe— zum Glück find es aber blos alte Herren über fünfzig, welche jetzt noch die abgenutzte Anmuih der Ulla Wieblad beſingen.“
„Du biſt eine Jungfer Naſeweiß, Liſa,“ entgegnete der Kammerer mit einem zurechtweiſenden Lächeln,„ein gefallſüchtiges Perſönchen, welches Nichts zu ſchätzen weiß, als wohl gekräuſelte Locken, auch wenn ſie um


