Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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bares und wohlerzogenes junges Mädchen ſie kaum fingen kann. Aber da wir auf die Plumphelt kommen ruhe Dich ein Bischen aus, Lucie, mein Zuckerherzchen um von Plumpheit zu reden, haben die Herrſchaften dem naſeweiſen Notarius Wetterquiſt am Fenſter bei Winter bemerkt? Es iſt wahrlich zum krank werden, Krämpfe möchte man kriegen, wenn man einen ſolchen Hochmuth ſteht! Er wird wohl zu gut ſein mich zu grüßen, der Gelbſchnabel, in meine Bude kann er geſchlichen kommen und mich um Gotteswillen bitten, ſeine alten

Röcke zu kaufen dafür hält er ſich nicht zu gut! 9

Den Rock da, welchen Will an hat geſtern habe ich ihn ihm geſchenkt, es iſt noch keine vierzehn Tage, daß ich den vom Herrn Notarius gekauft habe.

Habe ich nicht da zwei Fliegen mit Einem Schlag getroffen? flüſterte Frau Norman nach einer kleinen Pauſe zur Hofmeiſterin, welche ebenſo leiſe betheuerte, daß ſie niemals, ſelbſt nicht in dem gräflichen Hauſe, ſe viel Feinheit und guten Ton geſehen habe.

Ja, es iſt eine Gottesgabe, ſolche prevenangs espri zu haben, ſetzte Frau Norman hinzu und wiſchte ſich die Schweißtropfen mit dem Taſchentuche von der Stirne.Es machte ſich herrlich, daß ich Lucie einen Hieb wegen des Notars geben konnte, und zugleich der Neta, der einfäͤltigen Gans, Eines verſetzen konnte, da ſie doch immer ihre dummen Gedanken mit dem Will hat. Nein, nein, ſo lang er mit einem Rock aus der Kleiderbude ſeiner Muhme geht, braucht er ſich mit ſei⸗ nen Hoffnungen nicht ſo himmelweit zu verſteigen!

Was ſoll denn aber die ganze Unterbrechung be⸗ deuten? fragte der Kammerer und ſah ſich verwundert rings um.Warum haſt Du Deine Guitarre weg⸗ gelegt, Liſa?

Ach, man kann ja niemals ein Stück in Ruhe ausſingen! erwiederte Liſa erzürnt, zog den⸗Schawl um die Schultern, riß dem unterthänigen Will mit unwir⸗

Kammerer Laßman. J. 3