Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Ach ja, ſo ein wenig! Ich war ein Mal zu einer Abendgeſellſchaft bei Frau Norman gebeten, und da es meine Liebhaberei iſt, mich um die Angelegenheiten ande⸗ rer Leute zu erkundigen, um gelegentlich Etwas zu reden

zu haben, ſo hörte ich ganz artig zu. Es war auf jeden

Fall auch nicht mehr als meine Schuldigkeit, der Wirthin dieſe Aufmerkſamkeit zu erweiſen!

In der Abendgeſellſchaft bei einer Trödlerin? rief der Notar veraͤchtlich.

Allerdings! Und ich darf wohl ſagen, daß es da viel luſtiger und angenehmer zuging, als bei irgend einer von den Soirées, welchen ich in vornehmeren Häuſern angewohnt habe. Du kannſt Dir nichts Ungenirteres und Heiteres vorſtellen, als die Abendgeſellſchaften der würdi⸗ gen Trödlerin. Wenn Du wlllſſt, ſtelle ich Dich vor, ſo⸗ bald ſie mich bei einer andern Gelegenheit wieder mit einer Einladung beehrt.

Nein, nein, ich danke für die Ehre! entgegnete Wetterquiſt barſch.

Wie es Dir beliebt, es iſt Dein eigener Schaden! Das hindert aber nicht, daß ich Dir ſie hier durch's Fen⸗ ſter vorſtellen kann.

Gib Dir keine Mühe ich bin nicht ſo neugierig.

Die ſcheue ich nicht, wie Du weißt, erwiederte Roſell lächelnd.Du ſiehſt hier drei Matronen. Die, welche mit dem Sonnenſchirm gewinkt hat, iſt Frau Nor⸗ man, beſitzt einen der erſten Stände in der Krämer⸗ ſtraße und vermiethet den Junggeſellen zu höchſt billigen Bedingungen die Moͤbel für ihre Zimmer. Sie iſt ein

ſehr liebenswürdiges Frauenzimmer und ſo vortrefflich im

Kunſt⸗, Literatur⸗ und Theaterweſen zu Hauſe, daß ſie alles auf die bizarrſte Weiſe untereinander zu machen und zu radbrechen verſteht. In ihrem kleinen Geſell⸗ ſchafts kreiſe und in ihrer Troödelbude iſt ſie ſtets die Ton⸗

angeberin; ich glaube kaum, daß irgend Jemand ſie zu

überſchreien im Stande iſt. Sonſt iſt ſie eine Frau von

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