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auf den Lippen führe. Zum mindeſten gibt es zwei Nein gegen ein Ja.“
„Und niemals Thränen? Ich habe eine ſchreckliche Angſt vor Thränen.“
„Thränen,“ antwortete Thorborg mit weicher und lieblicher
Stimme,„ſind zu heilig um ſie an das Alltagsleben zu ver⸗ ſchwenden. Ich will eine recht gute Frau werden und gedenke der Thränen gar nicht zu bedürfen, am allerwenigſten über mei⸗ nen Mann, den ich nicht verſcheuchen will.“ „O, wie Dein ganzes Weſen mir gefällt und mich entzückt! Aber glaubſt Du nicht daß ich bittere Reue empfinde? Ich kann Dich niemals auf ſolche Weiſe feſſeln, und dennoch will ich grenzen⸗ los geliebt ſein— habe ich wohl die mindeſte Hoffnung daß es mir glücken werde?“
„Darüber ſollſt Du Nichts erfahren, ehe die Frage über unſern Winteraufenthalt entſchieden iſt.“
„Wenn ich mich recht erinnere, ſchriebſt Du, dieſe Sache ſei bereits entſchieden. Die zwei kleinen obern Zimmer im Pfarr⸗ haus ſind mehr als wir bedürfen. Ich wohne in einem Käfig, wenn ich nur Dich bei mir habe und Du mich liebſt, das ver⸗ ſteht ſich.“
Thorborg trat zu ihm vor und ſchaute ihm zu gleicher Zeit offen und verſchämt in die Augen.
„Steht nicht hier Etwas von dem was Du zu wiſſen wün⸗ ſcheſt? Ach, zwing mich jetzt nicht mehr zu ſagen, ſei edelmüthig.
Höre, jetzt kommen ſie“... Sie eilte weg.
Nun, nun, jetzt kommt bald unſer Trauungsact... aber ich ſehe keine Gäſte.“
„Warte, Du wirſt ſie bald ſehen. Sie werden ſchon kommen.“
Und jetzt öffneten ſich die Thüren von beiden Seiten. Aus der einen kamen zuerſt Hjelm und Emilie, die den
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