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zu ſehen... höchſt nothwendig. Was ich hernach thue, mögen nur die Vögel wiſſen. Man zwingt einem Mann von meinem Charakter kein Joch auf, und die Zollkammer und Moß müſſen außer der Verwandtſchaftslinie bleiben.“
Am ganzen folgenden Tag ſprach der alte Kaufmann von tauſenderlei Geſchäften und Dingen die in nächſter Bälde beſorgt werden müßten. Es war doch verdrießlich daß man vor dieſen verwünſchten Gläborger Reiſen keine Ruhe hatte.„Aber wenn man ein ſolches Gut hat, ſo darf man es nicht gänzlich dem Ver⸗ walter überlaſſen, zumal da Beate Marie jetzt das Regiment niedergelegt hat.“
Es herrſchte an dieſem Tage eine liebliche Ruhe, eine Art von Fröhlichkeit die Alle für ein gutes Zeichen hielten, nur Frau Moß nicht. Sie kannte ihren Mann zu gut, um nicht zu begreifen daß die Reiſe nach Gläborg diesmal eine andere Bedeutung hatte. Aber ſie ſagte kein Wort, ſondern ging blos in ihrer gewöhnlichen Stille weiter. 3
Gegen Abend kam der Paſtor auf Beſuch, und Frau Moß hatte die ganze Familie des großen Hauſes zum Thee in Majkens Zimmer geladen, wo Alles aufs gemüthlichſte angeordnet war. Majken ſelbſt hatte den Punſch brauen geholfen, denn Niemand traf darin Papa's Geſchmack ſo gut wie ſie. Sie credenzte ſelbſt das erſte Glas und war ſo aufgeräumt und einnehmend, daß es dem alten Herrn ganz weich ums Herz wurde, zumal als ſie mit eigenen Händen ſeine Pfeife ſtopfte und ihm zwiſchen die Lippen ſteckte. 3
Aber Moß ſupponirte in ſeinem Innern daß Moß dennoch Moß ſei,„und ſo angenehm und prächtig auch meine Tochter iſt, ſo...“ und dann hieß es, indem er mit dem Paſtor anſtieß:
„Aergerlich daß die Freude immer ein Ende haben ſoll, wenn ſie am beſten im Gang iſt. Es fällt mir wirklich ſehr


