Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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indem Sie Bedenken in einer Sache zeigen worüber die ganze Gegend einſtimmig iſt, und dies erſcheint mir um ſo unerwarteter, als ja Thorborg am Tag nach Ihrem Schiffbruch trotz der hohen See nach der Uhuklippe hinausgefahren iſt.“

„Um Gotteswillen, Madame—“ der Capitän fuhr zuſam⸗ men—„dieſe Erinnerungen... ich glaube daß ich nie ſtark genug werde, um ohne Gemüthserſchütterung an dieſen entſetz⸗ lichen Tag denken zu können.“

„Verzeihen Sie, Herr Capitän! ich hätte wahrlich dieſen traurigen Gegenſtand nicht berühren ſollen.“

„Ich ſtehe,“ fuhr er haſtig fort,„wegen des gedachten Be⸗ ſuchs in größerer Verbindlichkeit gegen ſie als ich mit all meinem Dank je zu vergelten vermag. Ueberdies ſchätze ich dieſes junge Mädchen ſehr, aber es will mir nicht recht gefallen daß man ſie ſchon ſo frühe, und ehe ſie ſich einer ſo gefährlichen Ehre würdig gemacht hat, canoniſirt.“

„Herr Capitän, Sie nehmen ſich die Freiheit auf eine ganz eigenthümliche Weiſe von Thorborg zu ſprechen.“

„In wie fern eigenthümlich? Das müſſen Sie mir ge⸗ fälligſt erklären.“

„Das iſt leicht erklärt. Zum Beiſpiel, dieſes junge Mäd⸗ chen das Sie ſehr ſchätzen, um von der Canoniſation gar nicht zu reden..

„Ah, ich verſtehe— Sie wollen ſagen daß Sie meine Ausdrücke zu vertraulich und zu kühn finden?“

„Das iſt vielleicht nicht ſo ganz ohne.“

„Aber Sie haben Unrecht. Hätte man von einem andern Frauenzimmer ſo geſprochen, ſo wäre dieß weder als eine Art von Hochverrath angeſehen worden, noch hätte es eine ſolche Zurechtweiſung zur Folge gehabt, und dies iſt der ſicherſte Be⸗ weis dafür daß Sie alle, der ganze Strand, die ganze Gegend, Thorborg in ein ſolches Licht ſtellen, daß es ihr ſelbſt geradezu