25
desgenoſſin haben möchten, um es nach Ihrer Heimkehr noch einmal thun zu können. Iſts nicht ſo?“
„Und wenn es ſo wäre,“ verſetzte er mit der gewinnend⸗ ſten und rührendſten Herzlichkeit,„was antworten Sie da?“
„Meine Antwort, Capitän Geiſtern, iſt die: im Fall ſich mein Mann je beſtimmen laſſen könnte Ihrem wohlwollenden Vor⸗ ſchlag Gehör zu ſchenken, obſchon er, wie ich Ihnen ſagen muß, unſerem beiderſeitigen Zartgefühl gleich ſehr widerſtreitet, könnten Sie, dieſe Möglichkeit angenommen, ohne eigenen Nachtheil...“
„Das könnte ich. Mein Vermögen iſt nicht groß, aber ſolid, und da ich allein in der Welt ſtehe, ſo habe ich außer mir ſelbſt für Niemand zu ſorgen.“
„In dieſem Fall, Capitän Geiſtern— und es iſt nicht ſchwer einzuſehen daß man ſich auf Ihre Worte verlaſſen kann — verſichere ich Sie daß ich, wenn alle Anſtrengungen meines Mannes vergebens bleiben ſollten, wenn er, obſchon ſich die Aus⸗ ſichten bereits bedeutend gebeſſert haben, nicht im Stande ſein ſollte das Haus mit Macht aufrecht zu halten, daß dann ich mei⸗ nerſeits Alles thun werde, um ihm klar zu machen daß man von einem verſöhnten Feinde unbeſchadet ſeiner Ehre einen Freund⸗ ſchaftsdienſt annehmen kann.“
„Ich danke Ihnen und muß mich damit begnügen. Aber da ich Svartſkär nicht gerne verlaſſen möchte, ohne Herrn Hjelm getroffen zu haben, und da ich draußen im Contor gehört habe daß man ihn bald zurückerwarte, ſo bitte ich um Erlaubniß noch ein Stündchen hier zu verweilen.“—
„Sie dürfen uns noch mehrere Stunden nicht verlaſſen. Mein Mann verreiste heute früh und iſt nicht weit: er kommt ohne Zweifel bald zurück.“
„Ich danke Ihnen für dieſe mehr als verbindliche Güte, aber ich habe verſprochen im Pfarrhaus zu Mittag zu eſſen.“
„So,“ ſagte Emilie lächelnd,„Sie haben ſich alſo mit dem Paſtor ausgeſöhnt?“


