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„Als Beamter,“ fuhr Gudmar fort,„war ich von aller Einwirkung Deinerſeits ganz unabhäftgig. Da folgte ich, wie ich Dir bereits geſagt habe, einer geſetzlichen Obrigkeit von welcher keine Appellation ſtattfinden konnte. Aber als Geſchäftsmann würde es ganz anders werden. Da würde Dein überlegener Verſtand uns in eine beinahe falſche Stellung bringen, denn ich würde keinen Schritt wagen zu dürfen glauben, ohne Dich um Rath zu fragen, und dieſe Vernichtung meiner eigenen Seele, dieſe negative Exiſtenz als ein einfaches Werkzeug des Gehor⸗ ſams in Deiner milden Hand...“
Er hielt inne.
„Fahre fort.“
„Ich fürchte, dieſe Umkehrung meines Weſens könnte mich zu einem ganz andern Menſchen machen als ich bisher war: der einfache ehrliche, freilich auch unbedeutende Jachtlieutenant kann doch in dieſer Eigenſchaft immerhin ſelbſtſtändiger ſein als der Großhändler Guldbrandsſon, der ſich in Allem nach ſeinem Schwiegervater, ſeinem Aſſocié und ſeiner Frau richten müßte und zuletzt nicht mehr wüßte, welcher Weg für ihn der rechte wäre.“
„Nun wohl, nachdem Du jetzt Dein vollſtändiges Glaubens⸗ bekenntniß abgelegt und ich es angehört habe, ſo will ich das meinige ablegen.“
„Geliebte Majken, laß mich zuvor um Gottes und meiner treuen Liebe willen— ich ſchwöre Dir daß dieſe niemals heißer gebrannt hat als eben jetzt, wo ich Dir ſo wehe gethan— laß mich noch einige Worte hinzufügen.“
„Thue das.“
„Dieſe Worte die ich auf meinen Knieen ausſprechen möchte, wenn Du es erlauben würdeſt, lauten ſo: Falls Du mich wegen meines Bekenntniſſes verachten und darin etwa hochmüthige Selbſtſucht erblicken ſollteſt, ſo ſage es nicht: das würde mich wahnſinnig machen. Ich begreife nicht, warum ich einen einzi⸗
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