Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Während dieſer Zeit betrachtete Gudmar ſie zuerſt mit einem forſchenden Blick, ſodann mit einem ſolchen worin unbedingte Liebe ſich kundgab.

„Du machſt aus mir was Du wilſſt,“ verſetzte er.„Ich fühle daß Du mir etwas Unangenehmes zu ſagen haſt... Aber jetzt höre ich Dich.“

„Sagteſt Du unangenehm, da Du doch weißt daß es unſere Verbindung betrifft?“.

„Ja, in Beziehung auf ſie gibt es ja doch nichts Anderes als Unannehmlichkeiten.— Das iſt wohl das Wenigſte was ich ſagen kann, da es ja ganz ausſieht, als ob nie Etwas daraus werden ſollte.“

„Das Mittel das ich Dir jetzt vorzuſchlagen gedenke führt uns, das kann ich Dich feierlich verſichern, geraden Wegs zum Ziel.“

„So ſprich ſchnell, aber mein Herz ſchlägt ſo ſchwer, daß es ſich unmöglich um ein Glück handeln kann.“

„Nun, wenn Du zum Voraus entſchloſſen biſt ſo zu denken, ſo verlohnt es ſich nicht der Mühe daß ich ſpreche. Laß uns alſo wie bisher auf Gott weiß was für eine Veränderung warten.“

„Ach, Geliebte, wie Dein Blick ſich verdüſtert!“

„Und Eines,“ fuhr Majken mit ſteigender Bewegung fort, „Eines ſage ich Dir ſo ernſthaft wie ein Weib eine ſolche Sache ſagen kann, wenn ſie dieſelbe einmal berührt. Beklage Dich nie mehr über die lange Dauer unſerer Verlobung, denn willſt Du ſie nicht in Ehe verwandelt ſehen, ſo mußt Du auch die Früchte der Ausſaat Deines eigenen Willens mit Vernunft zu erndten wiſſen.“

„Geliebte, Geliebte, das wird bei meiner armen Seele zu ſtark. Um Gotteswillen, ſprich.“

„Höre... Nie ſind die Conjuncturen für uns günſtiger