Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Aber jetzt mußte ich mit meinem Plan näher heranrücken und ging geradewegs auf den gefährlichen Gegenſtand los.

Nachdem wir einige Augenblicke ſchweigend dageſeſſen und den Himmel, das Waſſer, die Scheeren und auch einander ſelbſt angeſchaut hatten, unterbrach ich die Stille plötzlich.

„Höre, mein Freund, ich möchte Dich fragen, ob Du Etwas dagegen hätteſt, wenn ich in der nächſten Woche Majken und Thorborg auf einer Fahrt begleiten wollte, welche ſie vor⸗ haben?“

„Wohin?“ Eine ſtarke Röthe ſtieg in ſeine Stirne und ſeine Wangen.

„Du weißt, daß ſie im letzten Frühjahr einige ſchöne Pflan⸗ zungen um das Denkmal anlegten, welches die finniſche Rhederei auf dem Ruheplatz des Capitäns Oddjers errichten ließ. Jetzt wollen ſie darnach ſehen, und Du kannſt Dir vorſtellen, daß es mir lieb wäre auch einmal an dieſen Platz zu kommen, wo ein Freund ſchläft.“.

„Ah ſo!“ rief er... War es mein ruhiger, mit ſo großer Selbſtbeherrſchung begabter Gatte den ich jetzt ſah, war es ſeine Geſtalt die befehlend ſich aufrichtete, waren es ſeine Augen die dieſe wilden brennenden Flammen entſandten, war es ſeine Stimme die tief und zitternd jetzt erwiederte:„Ah ſo! Soll ich

noch jetzt, nachdem er todt iſt, von dieſem Capitän Oddjers,

ſeinem Namen, ſeinem Gedächtniß und den unſeligen Schwär⸗ mereien die er zurückgelaſſen hat verfolgt werden?“

Ich wurde ganz ängſtlich— ich hatte Ake gegenüber niemals eine ſolche Empfindung gehabt. Jetzt begriff ich, warum es zu keiner offenen Beſprechung zwiſchen uns kommen konnte.

Daß er mir vor Holt eine Art von feierlichem Ehrenzeugniß ausſtellte, war leicht zu erklären, da ſein Gewiſſen im Augenblick ihm dies gebot. Man kann ſich immer groß zeigen, wenn die Gelegenheit ſelbſt dem Menſchen ſein Gallakleid anzieht. Aber allein mit mir, fürchtete er, die Seele möchte mit den gefährlichen