Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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jetzt ſtehen, ſo muß ich Dir ſagen, Papa, daß Du ganz ruhig den bereits zur Hälfte gethanen Schritt vollends ganz thun kannſt, und möge Gott Dich dafür ſegnen, daß dieſe Augenblicke zwiſchen uns vor traurigen Erinnerungen geſchützt bleiben. An Holts Leben—“ Majken neigte ſich an ihres Vaters Ohr— „klebt irgend eine ſchwarze Handlung, die...“

Mit einer Bewegung des Entſetzens ſchob Moß ſie zurück, während ſeine erbleichenden Lippen ſtammelten:

„Um Gotteswillen, von was faſelſt Du?“

„Ich fasle nicht, Papa! Gott iſt nicht der Einzige der es weiß. Und im Fall Du mich durch Zwang und Ueberredung zum Aeußerſten gebracht hätteſt, ſo würde ich Jemand zu Hilfe gerufen haben, der mehr weiß als ich.“

„Still, ſtill— alles das iſt lauter dummes Teufelszeug, das Du gar nicht hätteſt anhören ſollen. Es kann nichts An⸗ deres als Lüge und Verleumdung ſein.... Aber jedenfalls iſt es ſo, wie Du ſagſt— ich habe meine Kämpfe in dieſer Sache gehabt und bin entſchloſſen Dich zu keiner Heirath gegen Deinen Willen zwingen zu wollen.“

„Ach, wie würdig, recht und edel Du handelſt, Papa!“

„Nun, nun, Du darfſt Dir nicht einbilden, daß eine Schwach⸗ heit die andere erzeuge; bei meiner ſündlichen Seele, ſo etwas Verrücktes darfſt Du Dir nicht einbilden. Ich habe Dir jetzt ein ſchönes Beiſpiel für Deine Wünſche gegeben— laß ſehen, was Du für die meinigen zu thun gedenkſt.“

„Ich gedenke Dich noch inniger zu lieben als vorher und mit Allem zu ſchweigen, was Dir nicht gefallen würde.“

„Dann iſt der Vertrag abgeſchloſſen... Leb wohl, mein Kind. Ich wollte nur, daß ich mit Holt ſchon ganz fertig wäre.“

Sobald der Vater gegangen war, ſchrieb Majken im Flug folgende Zeilen, welche ſogleich ins Pfarrhaus abgeſandt wurden:

Lobe und preiſe Gott mit mir, geliebter Gudmar! Ein

W ſich

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