Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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haſt Du denn ein Boot mit Proviant und Möbeln beladen laſ⸗

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er nannte mich beſtändig„Emilie,“„meine Liebe,“„meine Freundin“ und beſonders„liebes Kind,“ gleich als ob er ſelbſt mit ſeinen fünfundzwanzig Jahren ein Mann von der gereif⸗ teſten Weisheit wäre.

„Er hat Kummer,“ dachte ich, und nun beſchloß ich unend⸗ lich vernünftig zu ſein. Und als er nach dem Mittageſſen etwas geſprächiger geworden war, rückte ich mit der Erklärung heraus, ich wolle an ſeinen Geſchäften Theil nehmen und, wenn er es wünſche, von Zeit zu Zeit auch in den Laden hineinſehen.

„Frauenzimmer und Geſchäfte! nein, liebes Kind!“

Was ſagſt Du dazu, Mama? Ich würde nicht begrif⸗ fen haben, wenn er es der Mühe werth gefunden hätte mit mir zu ſprechen! Aber ich wollte noch geduldiger ſein und ſagte daher(dies war ganz gewiß eine kluge Idee von mir): „Warum brauchen denn wir als ganz geſunde Leute hier in den Scheeren zu baden? Wenn es nun aber einmal ſo ſein ſoll, warum ſen— denn Du ſagſt ja, daß das Boot, das uns am Hakefjord erwartet, Möbel und Proviant führe.“

„ So iſt's, meine Kleine! Ich habe meine Berechnungen dabei.“. „Die Du Deiner Frau nicht mittheilen kannſt?“

„Ich werde ſie Dir ſagen, Emilie, ſobald ich finde, daß die Zeit da iſt.“

Mama, ſo Etwas ſtellt die Geduld eines Weibes auf die Probe— und ich will nicht behaupten, daß Geduld ein Haupt⸗ zug in meinem Charakter ſei. Ich ſehe deutlich, daß er einer von jenen Ehemännern wird, nach deren Dafürhalten das Weib blos zu einer Art von Null beſtimmt iſt, die erſt dann eine Bedeu⸗ tung erhält, wenn ſie hinter ihre Zahl geſetzt wird, welche immer er iſt. 3

Meine Seele empörte ſich. Wenn ich nur etwas begriffe, nämlich wie Menſchen von reizbaren Gefühlen und leicht erreg⸗