Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Verleger, Recenſenten, Zeitungen... Welche vollſtändige Umwälzung iſt nicht mit Allem zuſammen vorgegangen! Meine Verleger hatten ſammt und onders ihr Geſchäft aufgegeben. Meine Recenſenten, die öffentlichen wie die privaten, waren theils aus den Zeitungsredactionen, theils aus dem Leben ausgetreten. Und die Zeitungen ſelbſt hatten theils die Farbe, theils den Na men, theils ihre Chefs gewechſelt, theils waren auch ſie aus der Zahl der Lebendigen verſchwunden.

Nein, mit dieſer ganzen Verwirrung wollte es kein Ende nehmen. Alles war fremd, und das Alte, das ſich noch vorfand, war ſelbſt neu geworden.

Ich ſtand juſt da und bedachte, wie ich wohl nichts Klüge⸗ res thun könnte, als das Fenſter zu ſchließen und von der neu⸗ geweckten Idee abzuſtehen, als das Aftonblad, das mich mit einiger Verwunderung bemerkte, ehe ich die Hand an den Dreh⸗ riegel hatte legen können, für gut fand mich zu bereden, daß ich noch nicht ganz vom Publikum vergeſſen ſei.

Dies überzeugte mich mehr als alles Vorhergehende von der Veränderlichkeit der literariſchen Unternehmungen. Das Afton⸗ blad, das im Jahre 1852 unter ſeinem damaligen neuen Chef einen Mangel an höherer Moralität in meinen Romanen zu er⸗ blicken glaubte, zeigte im Jahre 1858 dieſelbe humane Herzlich⸗ keit, womit es mir bei meinem erſten Auftreten 1838 begegnet war, als mein erſter Recenſent, Capitän Lindeberg, mich bei der Leſewelt einführte.

Dieſe Zuſammenſtellungen frappirten mich dermaßen, daß ich mich meiner Bedenklichkeiten entſchlug und den Augenblick ge⸗ kommen glaubte.