Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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124 Durch Ihre heutige verdammte Plauderei iſt meine gute Großmutter auf die Moͤglichkeit, daß ich mit Joſephinen doch in einer Art von Verbindung ſtehen koͤnnte, aufmerkſam gemacht. Erfuͤhre ſie nur im Allerentfernteſten eine Be⸗ ſtaͤtigung ihres Verdachts, ſo bewirkte ſie durch ihren Einfluß und durch ihr Gold, daß Joſe⸗ phine keinen Tag läͤnger in der Stadt bleiben duͤrfte. Bei ihrem Argwohn muß ich vermu⸗ then, daß ſie mich und meine Gaͤnge beobach⸗ ten laͤßt. Joſephine muß heute noch ihre Wohnung wechſeln. Dies kleine Haus wird nur von wenigen Familien bewohnt; Sieht der, dem es aufgetragen iſt, meine Schritte zu bewachen, mich hier oft aus⸗ und eingehen, ſo erfaͤrt man den Augenblick, wem ich zu⸗ ſpreche. Ich machte daher eine Wohnung im Howardſchen Hauſe ausfindig; das mußt Du miethen, meine Fina; drei Stuben wunder⸗ huͤbſch eingerichtet; in dem Gebaͤude iſt ein Durchgang, vom Opernplatz auf die Herren⸗ ſtraße, und im Hintergrunde wohnt der Kam⸗ mermuſikus Schalloch, unſer beßter Horniſt; nun aͤußerte ich jetzt bereits gegen die Groß⸗ mutter, das ich große Luſt habe, das Horn zu