125
lernen, aber, um ihr in den erſten Anfang⸗ ſtunden die Ohren nicht zu zerreißen, den Un⸗ terricht bei dem Lehrer im Hauſe nehmen wolle. Jetzt alſo, Freund, gehen Sie zu Herrn Schalloch, geben Sie ſich bei dieſem fuͤr mich aus; ich habe mich bei ihm ſchon vorlaͤufig melden laſſen; Sie treffen ihn jetzt zu Hauſe; beſprechen Sie taͤglich um eilf Uhr eine Stun⸗ de fuͤr ſich, und blaſen Sie, was das Zeug haͤlt. Fuͤr das Honorar ſtehe ich; und waͤh⸗ rend dem Sie im Hintergebaͤude mit Ihrem Schalloch dudeldeien, will ich mir ſchon, bei meiner kleinen Joſephine, Entſchaäͤdigung fuͤr den langen, faden Tag holen, den ich dem Leben in unſern herz⸗ und gemuͤthloſen Zir⸗ keln opfern muß. Nun koͤnnen zehne hinter mir drein kommen und aufpaſſen: die Haͤlfte muß denken, ich habe das Haus zum Durch⸗ gange gewaͤhlt, und der Reſt, ich ſey in meine Lehrſtunde gegangen.
Die Hornſtunde wird mir wohl Spaß machen, ſagte ich lachend, und freute mich im Ernſt daruͤber, denn ſchon beim Kunſtpfeifer in Blaurode hatte ich oft aus eigener Lieb⸗ haberei geblaſen, daß alle Hunde der Stadt


