Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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uͤberſehen, ſie wuͤrde ſich vielleicht ſogar im Stillen uͤber das Gluͤck ihres Enkels bei den Damen freuen; aber von dem Himmelsgenuß, dies Maͤdchen mein zu nennen, hat ſie keine Idee. Joſephine iſt buͤrgerlicher Abkunft, in ihren Augen ein Ungluͤck; ſie iſt beim Theater, in ihren Augen ein Verbrechen. Un⸗ ſer vornehmes Geſindel bildet ſich ein, etwas recht Artiges zu ſagen, wenn es von Theater⸗ Prinzeſſinnen ſpricht; um nun mein armes Großmuͤtterchen, das durch Ihre verteufelte Anzeige ſchon ganz irre an mir ward, wieder in die rechte Bahn zu bringen, mußte ich ſchon in das Horn blaſen, das ſie in ihren geſell⸗ ſchaftlichen Kreiſen zu hoͤren gewohnt iſt, und ſo habe ich heute auf Dich, meine engliſche Joſephine, recht wacker geſchimpft. Aber Du haſt mir noch keinen Morgenkuß gegeben, mein zuckerſuͤßes Kind!

Guten Morgen, Morit, ſagte Joſephine, ſchlang die ſchoͤnen Schwanenarme um den Grafen, und druͤckte ihm die friſchen Granat⸗ lippen ſo eifrig auf den Mund, daß es mich draͤngend anfocht, ein Gleiches zu thun, und