Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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ſo huͤbſch, daß man ſie nur im Stillen beob⸗ achten durfte, um ihr gut werden zu muͤſſen.

Manche Maͤdchen oder Frauen der Art eifern und prahlen mit dem, was ſie leiſten und ſprechen unausgeſetzt von dem Kreiſe ih⸗ rer Wirthſchaft. Das alles war bei dieſem ſeltenen Maͤdchen nicht der Fall. Linchen

traͤllerte, wenn ſie durch das Haus flog; bat,

wo ſie befehlen konnte; ſcherzte frohſinnig mit Allen innerhalb der Schranken des Anſtandes, behandelte, ſcheinbar, was ſie trieb und that als Nebenſache; benahm ſich ſo anſpruchlos, und erwaͤhnte des vielen, was ſie von fruͤh

fuͤnf Uhr an, bis ſpaͤt gegen Mitternacht,

taͤglich verrichtete, mit keiner Sylbe.

Das alles war groß und lobenswerth, aber Mehres bedruͤckte ſeit jenem erſten Abend mir doch die Seele, daß ich nicht wieder ſo trau⸗ lich werden konnte, als in dem erſten Augen⸗ blicke unſerer Bekanntſchaft. Erſtlich hatte ſie dem Wehrſtande, nach meinem Gefuͤhl, zu ſehr das Wort geredet. Beſtimmt hatte ſie unter irgend einer Fahne einen Heldenſchaͤ⸗ fer, der ihr Herz in Beſchlag genommen hat⸗ te; zweitens that ſie gar nicht, als ob ich in