Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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wollten. So viel Linchen auch in der Küche

wirthſchaftete, ſo legte das Maͤdchen doch keine Hand an irgend eine harte, ſchwere Arbeit, ſondern fuͤhrte blos die Aufſicht, und darum hatte ſie auch Haͤndchen, um die ſie eine Koͤ⸗ nigstochter haͤtte beneiden koͤnnen. Sie huͤtete den Schnee ihrer Lilienhand, wie ſie ſagte, blos, um das Spitzenkloͤppeln und die Stik⸗ kereien, und all' die feinen Arbeiten nicht zu verlernen, in denen ſie Meiſterin war, und bei deren Verfertigung ſie ſo viel Geſchmack als Geduld und Ausdauer zeigte; ihre Blu⸗ men waren ſo ſchoͤn, daß ſelbſt Kennerinnen ſie nicht von aͤcht franzoͤſiſchen unterſcheiden konnten. Sonſt hatte in unſerem Hauſe alles unter einander gelegen, Buͤcher, Kleider, Tiſch⸗ geſchirr, Stiefeln, Waͤſche, eins bunt uͤber dem andern; manches Zimmer, namentlich das des Herrn Profeſſors und das meinige waren ſeit Menſchengedenken nicht gekehrt noch geſcheuert worden; jetzt alles wie abgeblaſen, alles gemalt, tapezirt und geputzt, ſpiegelblank, daß es nur eine Luſt war, ſie zu ſehen. Der Herr Profeſſor wendete gegen alle die Neuer⸗ ungen, und beſonders gegen das Aufraͤumen

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