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4. Der Roſenſtock.
Ich ſchrieb mir jedes Wort tief in das Herz, denn was ſie geſagt hatte, war ja buch⸗ ſaͤblch wahr. Wir hatten bisher immer un⸗ genießbares Eſſen auf dem Tiſch gehabt; Lin⸗ chens Gerichte ſchmeckten, als kaͤmen ſie aus der fuͤrſtlichen Kuͤche. Unſere Waͤſche war bis dahin mit Kalk und ſchwarzer Seife behandelt und dermaßen geſtaͤrkt worden, daß man ſchier glaubte, einen ſpaniſchen Mantel, ſtatt des Hemdes zu tragen; Linchen war kaum vier Wochen im Hauſe, und wir freuten uns alle uͤber den Atlas, in den ſie unſer Linnen ver⸗ wandelt hatte. Guſtchen verlor ſich vordem bald in ihren Kleidern, bald gingen ihr die Roͤckchen kaum uͤber die Kniee; Lina zog das Kind mit Geſchmack an, und fertigte ihren eleinen Staat eigenhaͤndig mit ſo vieler Kunſt, daß die Kleine, die ſonſt in der ganzen Stadt das gelehrte Eulchen hieß, jetzt allgemein ge⸗ fiel, und daß faſt taͤglich nach ihren Kleider⸗ ſchnitten von Muͤttern geſchickt wurde, die ihre Maͤdchen auch ſo niedlich angezogen wiſſen
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