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auf Unterricht darin gehabt, wuͤßte ich vielleicht ein Gleiches; aber da dies nicht der Fall ge⸗ weſen, rechne ich mir's nicht zur Schande; auch weiß ich noch nicht recht, wozu das einem Maͤdchen nuͤtzen ſoll. Sonſt waren die Maͤde chen nicht ſo gelehrt als jetzt; ſie haben aber eben darum die Maͤnner vielleicht mehr geach⸗ tet und geehrt; und der Glaube, daß die Maͤnner im Wiſſen und Koͤnnen viel hoͤher ſtehen, als die Maͤdchen, iſt wahrſcheinlich der Grund geweſen, daß———
Nun? ſagte der Herr Profeſſor, und horch⸗ te der unerwarteten Deduktion aus dem Mun⸗ de des ſuͤßen Naturkindes.
Daß, fuhr die Nichte, verlegen, in eine ſo zarte Materie gerathen zu ſein, etwas zoͤgernd fort: daß die Maͤnner ſonſt treuer geliebt wor⸗ den ſind. Der Menſch ſchaͤtzt in der Regel am Andern das, was ihm ſelbſt abgeht; ſo lieben wir z. B. am Manne den Muth, die Tapferkeit, weil wir Schwaͤchern uns in der Regel verzagt und feige fuͤhlen. Darum macht auch der Krieger bei dem weiblichen Geſchlechte das meiſte Gluͤck. Das liegt nicht im aͤußern Glanze ſeiner Tracht, denn nur die


