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3. Die Nichte.
Die Nichte ſprach, zum großen Schrecken des Herrn Profeſſors, der Rechenkunſt allen Werth ab; ſie hatte von Euler, Lambert, Kaͤſtner, La Grange, Le Gendre, Newton und wie alle die Ehrenmaͤnner heißen mochten, auf die, waͤhrend des Abendeſſens, zufaͤllig das Ge⸗ ſpraͤch zwiſchen mir, Guſtchen und dem Herrn Profeſſor gekommen war, noch kein Wort ge⸗ hoͤrt; von Decimal⸗ und continuirlichen Bruͤ⸗ chen, Logarithmen, Proportionen, unreinen quatratiſchen Gleichungen und dergleichen hoch⸗ gelahrten Dingen, mit denen Guſtchen um⸗ ſprang, wie mit ihren Puppen, wußte ſie keine Sylbe, und von den Wurzeln, uͤber welche die Kleine ſie pruͤfen wollte, kannte ſie die eßbaren nur; die aber, welche Guſtchen meinte, waren ihr boͤhmiſche Doͤrfer; ſie ſchien aber auch
daruͤber, daß ſie in dieſem Theile des Wiſſens
ganz fremd ſich bekennen mußte, nicht im mindeſten verlegen: haͤtte ich, meinte ſie in ih⸗ rer natuͤrlichen Unbefangenheit, die ſie unge⸗ mein lieblich kleidete: haͤtte ich von Jugend


