18. Der Ruͤckzug.
Was ſuchen Sie bei der Prinzeſſin? frag⸗ te die aͤltere Dame, mit einer Traulichkeit, die es zu wuͤnſchen ſchien, daß ich mein gan⸗ zes Herz ihr aufſchließen moͤge.
Ich erzaͤhlte ihnen nun, daß mein Wunſch ſich nur darauf beſchraͤnke, immer um die Prinzeſſin zu ſeyn: die Firma, unter der dieß
geſchehe, ſey mir voͤllig gleich; ich wolle mit
eben der Liebe ihr Mandurchen ſtimmen, wie ihren Briefwechſel beſorgen; das Wort Sekre⸗ tair hatte ich nicht den Muth, uͤber die Lip⸗ pen zu bringen.
Sind Sie denn der Prinzeſſin ſo gut? fragte die äͤltere Dame wohlwollend weiter, und die juͤngere wendete ſich ſeitwaͤrts, und auf ihrer Wange malte ſich eine ſanftrothe Purpur⸗Glorioſa.*) Ich aber nickte halb ein⸗ faͤltig, halb guthmuͤthig laͤchelnd mit dem Kopfe, und wurde roth, wie der Markgraf
*) Eine ſchöne weiß⸗ und rothgeflammte Tulpe, die zu dem Geſchlecht der Biſarden gerechnet wird.


