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Arm nehmen, und uns in einfacher Stile von unſerm wackern Prediger in Buchenhayn einſegnen laſſen, war das Beßte.
Doch die Auftraͤge des Grafen in der Ne⸗
ſidenz, von denen manche nicht wohl aufſchieb⸗
lich waren; die Scham vor Stremler, Klotil⸗ den und mir ſelber— Nach langem Kampfe
ſiegte endlich die Vernunft und ich fuhr weiter.
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In den erſten Tagen ſchon erhielt ich von Klotilden die zaͤrtlichſten Briefe; ſie erfolgten
poſttaͤglich; immer herzlicher und inniger. Un⸗
ter mehreren Mittheilungen ſchrieb ſie mir auch, daß ihr veraͤndertes Verhaͤltniß durch Stremler in der Gegend bekannt geworden waͤre, und daß, unter dem Vorwande, ſich in Buchen⸗ hayn umzuſehen, faſt alle Tage junge Maͤnner aus der Nachbarſchaft, und ſelbſt aus entfern⸗ teren Ortſchaften kaͤmen, deren Abſichten offen⸗ bar andere, als die vorgewandten, zu ſeyn ſchienen; daß ſie ſich aber vor keinem ſehen laſſe, und allen Anmeldungen, Viſiten und Verſuchen, ſich ihr vorſtellen zu laſſen, jedes⸗
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