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dem Laͤcheln des hoͤchſten Liebreizes die Hand auf meine Stirne legte, und mir dann an den Puls fuͤhlte, und mich fragte, ob ich den tollen Brief wirklich ſelbſt geſchrieben habe, ob ich fieberkrank geweſen, ob mein Herz in der Eisgrube meines Kopfes erſtickt ſey, ob ich denn alles, ihre Liebe, ihren Charakter, ihre Treue, ihre Wuͤnſche, ihr Gluͤck, ihre und meine Schwuͤre vergeſſen habe?
Ich wollte antworten, mich entſchuldigen, aber ſie verſchloß mir mit der kleinen Hand den Mund, und bat mich, ernſter werdend, zu ſchweigen. Meinſt Du denn, fuhr ſie dann mit weicher Stimme fort: daß ein Paar Haͤnde voll Ducaten mein Gefuͤhl, das heiligſte des Lebens, meine Liebe umwandeln koͤnnen? Glaubſt Du denn, daß meinem Gedaͤchtniß jener Augenblick je entfallen konnte, wo Du der Mittelloſen Deine Hand boteſt, um mit ihr zu darben, und mit ihr das Bittere der Entbehrungen aller Art zu theilen? Haſt Du nicht geſagt, als ich das Loos des Armen unbarmherzig hart ſchalt, haſt Du da nicht geſagt, daß wir beide nicht arm waͤren, daß wir auf Gott unſern Herrn bauen wollten, der uns nicht verlaſſen wuͤrde? Haſt Du das nicht geſagt? Nun und ſieh, er hat uns nicht


