Daſſelbe blies der Poſtillon, als er mit ſei⸗ nem Heern Kourier fortſauſ'te, aber viel ſchoͤner und ſtaͤrker, es ſchmetterte mir bis in das Herz, ſo ging es durch Mark und Bein.
Ich ſchrie laut auf, ballte meine beiden Haͤn⸗ de vor die Augen und wandte mich von dem Un⸗ gluͤcksboten, denn auch mir drang das vermale⸗ deite Lied, der Schwanengeſang meiner Selig⸗ keit, bis in das Tiefſte meiner Seele.
In den zufaͤlligen Umſtaͤnden, daß gerade ein Kourier, die allerſchnellſte Gelegenheit, mei⸗ nen Brief an Klotilden mitgenommen, und daß das Horn ſeines Poſtillons, mir jene Elegie an⸗ geſtimmt hatte, uͤber die ich vor wenigen Tagen noch mit Klotilden lachen konnte, lag meine Ue⸗ berzeugung, daß die Vorſehung, oder mein al⸗ tes, mich uͤberall verfolgendes Mißgeſchick, mich zu der harten Nothwendigkeit, das Maͤdchen mei⸗ nes Herzens aufgeben zu muͤſſen, ausdruͤcklich beſtimmt habe.
Ich hatte dem ungluͤckſeligen Briefe erſt nach⸗ eilen wollen, um ihn von der Poſtbehoͤrde, wo ich ihn einholte, wieder zuruͤck zu fordern; allein jetzt, da ein Kourier ihn mitnahm, ſah ich durch


