Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 4 (1823) Das Dijon-Röschen
Entstehung
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6.

Aus dem Schreiben vernahm ich, daß die Kaͤferlinger Schweſter an einen dortigen Advoka⸗ ten verheirathet war, der ſich, wie aus mehrern hingeworfenen Aeußerungen hervorging, in recht ſehr guten Umſtaͤnden befinden mußte.

Den Benjamin, ſchrieb die Briefſtellerin un⸗ ter andern: mußten wir abdanken; tauſend dum⸗ me Streiche hatte er ſchon gemacht, und mein armes Stuͤmperchen bald halb todt geaͤrgert; neulich iſt der Benjamin ein bischen preſſirt, da ſchuͤttet er, ſtatt des Streuſandes, die Dinte auf ſeine Schreiberei; vor ihm ſteht Stuͤmperchen, und ſo fließt dieſem die ganze Beſcherung auf die pfirſichbluͤthenen Pluͤſchhoſen, die er ungluͤcklicher⸗ weiſe anhatte, weil wir eben zu Vice⸗Ober⸗Rent⸗ ſchreibers zur Kindtaufe gehen wollten. Ich denke, Stuͤmperchen ruͤhrt der Schlag auf der Stelle; die Dinte war durch und durch gegangen; das ſah alles aus, wie die Zerſtoͤrung Jeruſalems; und acht Tage lang haben wir geſeift und gewa⸗ ſchen, gerieben und gerumpelt, ehe Alles wieder in Ordnung kam; das haͤtten wir aber am Ende doch noch hingehen laſſen, denn Stuͤmperchen