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bange ward, denn, uͤbernahm er ſich im Trin⸗ ken, ſo war er ſeiner Hitze nicht immer Mei⸗ ſter. Klotilde hatte, ſo lange ſie in Schrecken⸗ grund war, keinen ſo froͤhlichen Abend gehabt; ſie mußte den freudeblitzenden Augen Gewalt anthun, damit ſie nicht die Seligkeit verriethen, in der das liebende Herz faſt verging, den Todtgeglaubten vor ſich zu ſehen, ihn zu hoͤren, ihn bewirthen zu koͤnnen. Als ſie aber gewahr⸗ te, daß Rauhenfeld immer finſterer ward, und ihm das trauliche Plaudern beider laͤſtig zu wer⸗ den ſchien, hob ſie die Tafel auf, und Nicolas verſtand die Frage, ob er nicht muͤde ſey, und ſich nach Ruhe ſehne, und ging; zweimal ſagte er gute Nacht, und hatte immer noch etwas zu erzaͤhlen, endlich faßte er Klotildens Hand, kuͤßte ſie herzlich, ſagte bedeutend: morgen ein Mehreres, und ging, vom Jaͤgerburſchen be⸗ gleitet, auf das ihm bereitete Zimmer. Unertraͤgliches Volk, die Franzoſen, brummte Rauhenfeld ihm nach: das verfluchte langweilige
Geſchwaͤtz; wie ein Paar alte Waſchweiber habt
Ihr da geſeſſen;— und ich war ſo muͤde, daß ich kaum mehr die Augen aufhalten konnte— mach', daß Du zu Bette kommſt.— Naͤrriſch,


