Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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Du denn, daß er an meiner Hand gluͤcklich ſeyn werde, gluͤcklich mit einer Frau ohne Liebe?

Haſſeſt Du ihn? fragte Emilie raſch.

Nein, ſagte Klotilde ſanft: aber zwiſchen nicht haſſen und lieben— lieben— iſt ein Unterſchied.

Ich verlange auch keine Liebe in Deinem Sinne, fiel ihr Emilie in das Wort. Rauhen⸗ feld bedarf bei ſeiner Duͤſterheit einer verſtaͤndi⸗ gen Freundin; bei ſeinem verſchloſſenen Weſen einer freundlichen Geſellſchafterin; bei ſeinen, mit oͤfterer Abweſenheit von ſeiner Wirthſchaft verknuͤpften Dienſtreiſen, einer wirthlichen Haus⸗ frau; bei ſeiner zerruͤtteten Geſundheit einer zaͤrtlichen Pflegerin. Biſt Du ihm dieß, ſo er⸗ fuͤllſt Du den ganzen Kreis Deiner Pflichten ge⸗ gen ihn; eine weitere kann und wird er nicht von Dir fordern. Klotilde, rief Emilie bittend, und ſchloß die von Qual und Angſt gepreßte in die Arme: Klotilde, ſag' das einzige Woͤrtchen Ja, und Gott wird den Sieg Deiner Vernunft uͤber Dein ſchwaches Herz, durch eine freuden⸗ reiche Zukunft Dir verherrlichen.

In dieſem Augenblicke ſtuͤrzte Rauhenfeld, der die letzten Worte ſeiner Vermittlerin belauſcht

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