Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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ſchen verhaßten Feinde des Vaterlandes ſchenkteſt. Rauhenfeld weiß um Deine Verirrung, und ſeine Liebe iſt ſtark genug, ſie Dir zu verzeihen. Ich kenne, fuhr Emilie ſanft bewegt, mit leiſerer Stimme fort: ich kenne die Geſchichte jenes un⸗ ſeligen Abends. In dieſem ernſten Augenblicke darf ich vor Dir kein Geheimniß haben. Rau⸗ henfeld, der damals bei uns abſtieg, theilte ſie uns zu unſerm tiefen Schrecken mit. Er hatte Dich aus fruͤherer Zeit erkannt; er nannte uns Deinen Namen, und wir entſchuldigten Dein entſetzliches Vorhaben mit Deiner Trauer uͤber den durch den Tod verlorenen Geliebten, und vorzuͤglich mit der unwuͤrdigen Behandlung, die Du im Hauſe Deines Oheims erleiden mußteſt, und die Dich wahrſcheinlich zu dem, Gott und jenſeitige Zukunft verlaͤugnenden Schritte getrie⸗ ben haben muͤſſe. Rauhenfeld drang mit ſtuͤr⸗ miſcher Haſt in uns, Dich augenblicklich aus dem liebloſen Hauſe zu nehmen; darum mein Antrag, mich hieher zu begleiten; darum meine ſchnelle Abreiſe.— Du hoͤrſt von mir keinen Vorwurf uͤber jenen Entſchluß. Ich ermeſſe die angſtvolle Nothlage, die Dich von jener Schauer⸗ bruͤcke in die dunkeln Wellen hinabzog, und bitte