Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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den Allerbarmer im Himmel, daß er Dir ver⸗ gebe, wie wir Dir vergeben. Aber fuͤhlſt Du nicht ſeine Vaterhand, die Dir gerade im letzten Augenblicke Deines verſtoͤrten Lebens auf wun⸗ derbarem Wege ſeine Huͤlfe ſandte? Regt ſich in Deiner erkalteten Bruſt kein Gefuͤhl des Dan⸗ kes gegen den Gottgeſandten, der, im Momente Deiner allerhoͤchſten Verzweiflung, Dich aus den offenen Armen des Todes riß, und Dich in das Leben zuruͤckfuͤhrte? Begreifſt Du den Umfang ſeiner unnennbaren Liebe, der uͤber alle Deine Unbilden gegen Dein Vaterland, gegen Deine oͤffentliche Ehre, gegen Dein Leben, mit Scho⸗ nung hinwegſieht, Deine Fehltritte mit Deiner Unerfahrenheit, mit Deiner uͤberreizten Empfind⸗ ſamkeit, und mit der, Deine zarten Kraͤfte uͤber⸗ ſteigenden harten Lage im Hauſe des Oheims

entſchuldiget, und in Deiner Liebe ſein alleiniges,

ſein hoͤchſtes Lebensgluͤck findet? Ahneſt Du

nichts von der, in der heutigen Zeit, in der Bruſt

jedes guten Menſchen rege gewordenen Pflicht ge⸗

gen das Gemeinwohl? Nauhenfeld hat ſeine

Geſundheit dem Vaterlande geopfert; er bedarf

einer ſorglichen Pflege. Du haſt, in der Pe⸗ riode Deiner Verblendung, gegen Dein Vater⸗