Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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Klotilde ſprang erſchrocken auf, und wollte fort; ſie war ſo erſchuͤttert, daß ſie keinen Athem in der Bruſt, kein Wort auf der Zunge hatte; aber Rauhenfeld, der ſeinem Schoͤpfer dankte, daß er das Geſtaͤndniß gluͤcklich heraus hatte, drang auf naͤhere Erklaͤrung; indeſſen gewann er von Klotilden weiter nichts, als das Verſprechen, mit Emilien weiter daruͤber zu reden.

Und Du beſinnſt Dich noch? fragte dieſe, als ſie ihr das eben erlebte Ergebniff, davon noch hoch aufgeregt, erzaͤhlte. Rauhenfeld liebt Dich ſeit dem erſten Augenblicke, daß er Dich ſah. Er hat ſein Brot, ſteht in Amt und Wuͤrden, und der Staat hat es dankbar anerkannt, daß er, mit Aufopferung ſeiner Geſundheit, Blut und Leben fuͤr die Ehre ſeines Vaterlandes einge⸗ ſetzt hat. Huͤbſch— iſt er nicht; indeſſen mein Mann gehoͤrt auch nicht zu den Apollos von Bel⸗ vedere, und wir leben darum doch recht gluͤcklich mit einander. Er hat, Du ſiehſt, ich bin gegen ſeine Fehler nicht blind— er hat etwas Rohes, Barſches, Wildes! doch iſt das wohl mehr Folge ſeiner Erziehung, und ſeines bisherigen Umgangs, als Eigenthuͤmlichkeit ſeines Charakters; im