Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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gut Haar an ihr blieb; bald taufte er ſie zum Raſſelkraut,*) bald zur Teufelsklaue*) um⸗ Tildchen, Tildchen faßte er in das Auge. Lange ſchon war bei Fluͤmers vom reichen Schwager Kammerrath die Rede geweſen. Wenn der Apo⸗ theker auf das Kapitel von dem fuͤrſtlichen Auf⸗ wande dieſes Hauſes kam, ward er immer noch einmal ſo groß und aufgeblaſen, und Madame Fluͤmer erwaͤhnte oft, daß ſie es eben ſo gut haͤtte haben koͤnnen, als ihre ſelige Schweſter; um ihre Hand habe ſich der Kammerrath zuerſt be⸗ worben; damals ſey aber der Menſch nichts wei⸗ ter als Steuer⸗Kanzelliſt geweſen, dem ſie den Korb gegeben; ſpaͤter, als ihre Schweſter Frau Kammerraͤthinn geworden, Kutſche und Pferde, und in jeder Stube eine Servante mit Silberzeug und Porzellain gehabt, habe es ihr wohl oft leid gethan, indeſſen waͤre das nun einmal nicht mehr zu aͤndern geweſen. Dieſe und aͤhnliche Reden gingen jetzt an dem innern Ohre des heirathlu⸗ ſtigen⸗Sexrtus voruͤber; er hielt ſich im ganzen Staͤdtchen fuͤr den einzigen jungen Mann von

1) Polygonum persicaria. 2) Auch Baͤrlappkolbenmoos, Lycopodium clas vatum.