der Tante Fluͤmer, hatte ſie ſich dieſe viel ſchlim⸗
du mer gedacht, und war zufrieden, daß ſie ſich ge⸗ u⸗ 4 irrt hatte. Wohl vermißte das arme, an die ei⸗ Reſidenz gewoͤhnte Maͤdchen, manche Lebensan⸗ ich nehmlichkeit, das Theater, die ſehr froͤhlichen ur Zirkel in des Vaters Hauſe, den Kreis der Ju⸗ in gendfreundinnen, die Konzerte und Baͤlle; und ne ſo jung auch das Kind noch war, ſo ſchwebten ter ihm doch ſchon die Bilder von dem und jenem d⸗ huͤbſchen jungen Manne vor der Seele, von dem n; es glaubte, durch irgend eine kleine Aufmerkſam⸗ it keit ausgezeichnet worden zu ſeyn. Ein Weiteres in 3 war im Felde der Liebe hier noch nicht geſchehen. iſt Noch ſchlug dieſes kindliche Herz ruhig in der zar⸗ fl. ten Bruſt, die ſich taͤglich ſtolzer hob; noch gluͤhte
das geiſtige Feuer im großen blauen Auge, ohne e⸗ die Allmacht ſeiner Kraft zu kennen, und ſpruͤhte nd blos zuweilen in den Lichtfunken des jugendlichen ie Muthwillens auf. Dazu gaben die Huldigungen u⸗ des ſtets liebefertigen Herrn Sextus nur zu bald l⸗ Gelegenheit. Der loſe Schmetterling war bisher
im ganzen Staͤdchen von Blume zu Blume geflo⸗ e⸗ 4 gen. Poſtmeiſters Sabinchen hatte er, durch ). jahrelangen Umgang im Fluͤmerſchen Hauſe mit
allen Offizinalkraͤutern ſattſam bekannt geworden,


