Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 3 (1823) Der Blutschatz
Entstehung
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ſend Gulden ſind unſer. Aber fein muͤſſen wir

es anfangen, mein Putthuͤhnchen. Sieh, Du

haſt, Du mußt mir es nicht uͤbel nehmen, zu⸗ weilen wohl ſo etwas adſtringirendes, ſchweißtrei⸗ bendes, durchſchlagendes in Deinem Geſichte; ich darf Dich, wenn Du nicht bei Laune biſt, nur anſehen, und es wirkt auf mich, als haͤtte ich in hinreichender Doſis genoſſen. Ich fuͤr meine Perſon bin nun ſeit den zwanzig Jahren unſerer gluͤcklichen Ehe daran gewoͤhnt, aber das Maͤd⸗ chen— das iſt ohnehin ein Bischen ſuperfein; man muß wahrhaftig mit ihr umgehen, wie mit einem rohen Eie. Alſo Putthuͤhnchen, wenn Du Deine Saͤchelchen fein huͤbſch machſt, ſo ſollſt Du auch aus Tildchens Zinſen, jaͤhrlich 100 fl. Nadelgeld haben.

Dieſer Zuſatz wirkte. Madame Fluͤmer ge⸗ lobte, des ſchlauen Gatten Willen zu thun, und ſah dabei ſo freundlich aus, daß Fluͤmer in die waͤhrend ſeines Eheſtandes ſelten gehoͤrte Betheu⸗ rung ausbrach, daß in ihrem Geſichte auch emul⸗ ſirende Kraͤfte laͤgen.

Klotilde, die von allen dieſen kuͤnſtlichen Be⸗ rechnungen nichts wußte, lebte ſtill und friedlich. Nach den ihr zugekommenen Beſchreibungen von