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ganzen Jahre nahm er in ſeiner Finſterberger Apotheke kaum die Haͤlfte jener Summe ein, die Prelloni von einem einzigen Kunden zu fordern hatte. Der Vormund der reichen Klotilde, der ſich im Stillen immermehr aufblaͤhende Fluͤmer, druͤckte Prelloni vornehm die Hand, verſicherte, daß die Kleinigkeit in wenigen Tagen berichtigt ſeyn ſolle, und ging nun, um den ſchwaͤgerlichen Croͤſus zur ewigen Ruhe zu geleiten. Klotilde trat halb ohnmaͤchtig aus dem Hauſe. Auch der Gruͤnrock ſtand unter den tauſend Zuſchauern, die ſich verſammelt hatten, um das Leichengepraͤnge in Augenſchein zu neh⸗ men. Er ſah das bleiche, ſchoͤne Maͤdchen, von der Gewalt des Schmerzes vernichtet, ſeiner ſelbſt ſich kaum bewußt, zum Trauerwagen gefuͤhrt werden. Hundertmal hatte er geleſen, daß die weibliche Eitelkeit ſich im Schmucke der Leidtra⸗ genden gefalle, und daß der ſchwarze Kreppflor der Frauen, beſonders der Blondinen Liebreiz er⸗ hoͤhe. Klotilde aber, das ſah man ihr an, wußte von dem Allen nichts. Ihr verweintes Geſicht, die eingeſunkene Haltung ihrer ſtolzen, edlen Fi⸗ gur, ihr zur Erde geſchlagener Blick, ſprachen deutlich, wie tief ſie gebeugt war. Alle Umſte⸗


