13 Ihr auch, warum wir ſo ſpaͤt gegen den Winter noch hierher auf das Land fuhren.“
In dem Augenblicke rollte langſam der La⸗ ternenwagen durch das Schloßthor.
Der Vater rief:„Da koͤmmt er am Ende, ſtatt morgen, ſchon heute!“ und die beider Maͤdchen eilten, weil ſie behaupteten, nicht braͤut⸗ lich angezogen zu ſeyn, auf ihr Zimmer.
3.
„Wenn der Graf auf Aeußeres vornehm⸗ lich ſieht, biſt Du die Millionaͤrin,“ ſagte Ida mit erzwungener Freundlichkeit:„denn daß Du ſchoͤner biſt, als ich, kann Niemand laͤugnen.“
„Der Spott iſt ſehr unreif,“ erwiederte Graͤfin Malchen bitter:„huͤbſch ſind wir Beide, ſchoͤn iſt keine von uns; Manche nennen mein Geſicht griechiſch; der junge Legationrath neu⸗ lich hieß mich nur ſeine Juno; dem Andern gefaͤllt Dein Stumpfnaͤschen beſſer.”“
„Keine Anzuͤglichkeiten, Malchen! ich weiß


