Teil eines Werkes 
8. Th. (1821)
Entstehung
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9 men Abendſegen, läͤchelte mit geſchloſſenen Au⸗ gen dem holden Schlafe entgegen, und ſchlum⸗ merte bald in das Reich der ſuͤßeſten Traͤume hinuͤber.

2.

Nicht ſo geſtaltete es ſich im graͤflichen Schloße.

Der Nachtiſch war abgetragen, als der alte Graf Steinburg, der die letzten Tage ſchon in ſich gekehrt umhergeſchlichen war, den damaſte⸗ nen Schlafrock enger zuſammenſchlug, den Do⸗ meſtiken abzutreten befahl, und ſeine beiden Toͤchter alſo anredete:

Ihr werdet an mehrern kleinen Zuberei⸗ tungen abgemerkt haben, daß ich in Kurzem Beſuch erwarte; dieſer gilt. Euch. Ihr ſteht Beide in den Jahren, wo der Wunſch, Euch auf eine anſtaͤndige Weiſe verſorgt zu ſehen, dem zaͤrtlichen Vater verzeihlich iſt. Es haͤngt jetzt von Euch ab, Euch und mir ein Loos zu