Teil eines Werkes 
8. Th. (1821)
Entstehung
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Gott, am Ende iſt das, ſagte ſie, und ſah durch die Scheiben dem großen Reiſewagen nach, der jetzt mit ſeinen drei weitleuchtenden Laternen den beſchriebenen Weg nach dem Schloſſe zu ſchwankte:am Ende iſt das der Braͤutigam, der, wie ſie im Dorfe geſprochen, aus Polen hat kommen ſollen. Nein, und wenn der Menſch im Golde ſaͤße bis uͤber die Ohren die armen Comteſſen! Roſa⸗ munde zog die Bettdecke vom Koͤpfchen und fragte:Iſt er denn fort? und freute ſich, keine der beiden Graͤfinnen heute Abend zu ſeyn, und beſorgte, dieſe Nacht nicht einſchlafen zu können, denn wenn ſie die Augen zumache, ſehe ſie das gelbſchwarze Geſicht mit der Kreuz⸗ und Quernarbe und die Haſenſcharte, und das matte, graue Katzenauge, Pud das ſtoͤrrige, roͤthliche Haar, und die brandfaulen, fletſchigen Zaͤhne. Wie gut, daß der Menſch die Geſchichte der Zukunft nicht weiß! Roſamunde ſtreckte ſorgen⸗ los ihre zarten Glieder aus, betete ihren from⸗