Teil eines Werkes 
8. Th. (1821)
Entstehung
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Bettchen, und Gertraut kreuzte ſich betend Stirn und Bruſt.

Das Geſicht aber klopfte draußen wieder und fragte nach dem Namen des Dorfes.

Zitternd oͤffnete Gertraut das kleine Fenſter und begruͤßte den Fremden mit einem frommen: Gelobt ſey Jeſus Chriſt.,

In alle Ewigkeit! entgegnete der Graͤu⸗ liche aus ſeinem großen Baͤrenpelze heraus, ent⸗ ſchuldigte ſich mit hoͤflichen Worten, daß er ſol⸗ chen Schreck verurſacht und erzaͤhlte, daß ſeine Leute, der deutſchen Sprache nicht maͤchtig, ſich wahrſcheinlich verirrt haͤtten; er wolle nach Guͤl⸗ denau, zum Grafen von Steinburg.

Gertraut erwiederte, immer noch mit zag⸗ hafter Stimme, daß er in Guͤldenau ſey, zeigte ihm den Weg zum graͤflichen Schloſſe und ſchlug, im Innern entſetzt, das Fenſter zu, denn das Geſicht des Fremden war doch auch gar zu widrig.