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155 nicht wahr. Voll war mir das Herz, bis zum Ueberlaufen, aber die Lippen, die Lippen! Zehn⸗ mal ſetzte ich an! Aber es ging ja nicht. Leo⸗ poldine war die Froͤhlichkeit, die Unbefangenheit, die Liebenswuͤrdigkeit, die ſuͤße Liebe ſelbſt. Das bertrauliche Du machte mich zu ihrem Bru⸗ der; fuͤr den nahm ſie mich, fuͤr nichts weiter; ich mochte ſuchen, von einer Seite ihr beizukom⸗
anen, von welcher ich wollte; uͤberall ſtellte ſie
mir die Tirailleurs des allerjugendlichſten Muth⸗ willens entgegen; meine kleine geſetzte Gabriele war gegen dieſe Ausgelaſſenheit eine wahre Ma⸗ trone, und dabei ward Leopoldine immer ſchoͤner, immer reizender! Das Feuer im Grunde hatte die Pontonbruͤcke rein aufgezehrt; zum Gluͤcke war ich aber hinuͤber, in dem Laͤndchen der Liebe; der Ruͤckweg war mir abgeſchnitten, aber ich dachte auch an nichts weniger, als an den Ruͤck⸗ zug; mir war an der Seite dieſes Engels von Maͤd⸗ chen unbeſchreiblich wohl. Dieſe oder keine! ſagte mein Herz ſo laut, daß ich mich nur wunderte, daß


