Teil eines Werkes 
7. Th. (1821)
Entstehung
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ſo freundlich entgegen kam, umſchlang ihn ſanft weinend und ſagte nach dreißigjaͤhriger Kaͤlte und Gleichguͤltigkeit, ohne Bitterkeit, aber mit ſehr

tiefem Gefuͤhle:„Vielleicht lehren uns noch

unſere Kinder das Gluͤck der Liebe.“

„Aber Einer,“ rief der Praͤſident und druͤckte der Mutter herzlich die Hand:„Einer darf nicht fehlen, das iſt der Pupillenrath.“

Nach dieſem war bereits geſandt worden; Julius hatte ihm in zwei Zeilen ſein Gluͤck ge⸗ meldet und ihn zur Verlobung eingeladen.

Feſtlich geſchmuͤckt trat der achtbare Greis ein, hoͤrte mit ſichtbarem Antheil die ausfuͤhr⸗ liche Erzaͤhlung des erfreulichen Ereigniſſes, und zog das ſeit vier Jahren ſeiner Sorgfalt empfoh⸗ lene, mit dem Purpur der braͤutlichen Freude uͤbergoſſene Zaubermaͤdchen, in einem eigenen Gemiſch von Wehmuth und Froͤhlichkeit, an ſein edles Herz.

Vor ihm und den Eltern wechſelten die Lie⸗ benden die Ringe, und Julius ſank dankend an